Direkt zum Inhalt

Keine Angst vor Hörgeräten

Rund 11 Millionen Menschen in Deutschland hören nicht optimal. Davon trägt aber nur gut jeder Dritte ein Hörgerät. Über 6 Millionen Menschen in Deutschland geben sich also damit zufrieden, schlechter zu hören. Warum ist das so?

Keine Angst vor Hörgeräten - jetzt lese im Blog von Hörakustik Gronde, Augsburg

Wer hat Angst vorm Hörgerät?

Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland hören nicht optimal, und das sind nur die, die es zugeben1. Die Dunkelziffer dürfte nochmal deutlich höher sein, zumal sich ein beginnender Hörverlust zunächst kaum bemerkbar macht. Der deutsche Schwerhörigenbund geht sogar von rund 14 Millionen aus. Eine neuere Studie vom Institut für Hörtechnik und Audiologie der Jade Hochschule in Oldenburg hat ermittelt, dass 16,4% der Erwachsenen, also insgesamt 11,1 Millionen Menschen in Deutschland von einer Schwerhörigkeit betroffen sind2. Auch wenn die Zahlen aufgrund unterschiedlicher Untersuchungsmethoden schwanken, fest steht: Nur gut jeder Dritte Betroffene trägt ein Hörgerät. Woher kommt diese Angst vor Hörgeräten?

42% wissen nicht, dass die Krankenkassen zuzahlen

Und zwar ordentlich. Ein gutes Gehör ist gut für das Wohlbefinden, für das soziale Leben und damit eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes, ausgefülltes Leben. Und das hilft, gesund zu bleiben. Dass das Gehör mit dem Alter schlechter wird, ist ganz normal. Auch die Augen lassen ja nach. Viele Menschen ziehen sich dann zurück. Meiden gesellige Runden oder lautere Umgebungen, geben geliebte Hobbies auf. Das Verdrängen eines Hörverlustes kann bis zu Altersdemenz und Altersdepression führen. Das alles weiß auch die Krankenkasse. Deshalb zahlen die Kassen bis zu 719 Euro für das erste Hörgerät. Für beide Ohren maximal 1.288 Euro. Und so gibt es tatsächlich Hörgeräte zum Nulltarif, die abgesehen von der eigenen gesetzlichen Zuzahlung von 10€ je Hörgerät nichts kosten. Und die können auch schon richtig viel.

Ich höre auch ohne Hörgeräte noch gut genug

Tatsächlich glauben das viele Betroffenen, und es ist auch verständlich. Hörverlust beginnt schleichend, die ersten Aussetzer bemerkt man gar nicht. Denn Hören findet vorrangig im Gehirn statt. Und dieser Hochleistungsrechner kann Lücken in der Information aus dem Hörnerv über Gelerntes und aus der Situation heraus ausgleichen. Je größer der Hörverlust wird, desto schwieriger wird das. Deshalb sind Menschen mit beginnendem Hörverlust oft angestrengt, schneller müde und weniger konzentrationsfähig, obwohl sie vermeintlich noch ganz gut hören. Nackenverspannungen und Kopfschmerzen sind ebenfalls häufige Begleiterscheinungen. Irgendwann werden die Informationen aus dem Gehör aber so lückenhaft, dass das Gehirn diese Defizite nicht mehr ausgleichen kann. Meist beginnt das in den hohen Frequenzen und bei Alltagsgeräuschen wie Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, Türklingeln oder dem Eierwecker. Manche finden auch, dass immer mehr genuschelt wird, und müssen immer öfter „Wie bitte?“ nachfragen. Radio und Fernseher werden lauter gestellt….. Dann ist es aber schon höchste Zeit für einen Hörtest. Ein Hörakustiker kann Hörverlust allerdings viel früher feststellen. Und das wäre wichtig. Denn was das Gehirn nicht üben kann, das verlernt es. Der Hörnerv bildet sich zurück, wenn er mit fortschreitendem Hörverlust immer weniger gereizt wird – ein bislang unumkehrbarer Prozess.

Keine Angst vor Hörgeräten – die machen nicht alt.

Also erstens kommt das auf die Einstellung an. Und zweitens stimmt es nicht. Ein Hörgerät so früh wie möglich zu tragen, ist einfach schlau, das haben wir gerade gesehen. Sehen Sie es doch mal so. Außerdem ist die dicke graue Banane hinter dem Ohr längst Vergangenheit. Heute gibt es Hörgeräte, die fast zu schön sind, um sich hinter dem Ohr zu verstecken. Deshalb kleiden sich diese kleinen Technikwunder auch immer wieder in schönen Farben, nicht nur in Haut- und Haar-Tönen. Die kleinsten High-Tech Hörgeräte verstecken sich gleich unsichtbar im Gehörgang und sind von außen fast gar nicht mehr zu sehen. UND: Es gibt sogar Hörschmuck. Leistungsfähige Hörgeräte, die sich in wunderschönen Ohrclips verstecken. Also Hörgeräte sind nicht oll, sondern toll. Die Angst vor Hörgeräten ist wirklich unbegründet.

So schön - keine Angst vor Hörgeräten

Angst vor Hörgeräten – die klingen blechern und pfeifen

Auch das gehört der Vergangenheit an. Hoch entwickelte Programme zur Störgeräusch-Unterdrückung verhindern ärgerliches Pfeifen und Rauschen, das gilt sogar für den Wind beim Fahrradfahren oder Spazieren gehen. Moderne Hörsysteme haben eine Vielzahl von Einstell-Parametern, Empfangs- und Sende-Kanäle und können sehr individuell eingestellt werden. Es gibt Programme für laute oder leise Umgebungen, für Musikliebhaber und sogar der lästige Tinnitus kann gelindert werden. Natürlich gilt meistens auch: Je hochwertiger und teurer das Hörsystem, desto brillanter ist der Klang und desto mehr Möglichkeiten bringt das Hörsystem noch mit. Die Verbindung mit Smartphones, Fernseher oder Haustechnik kostet oft zusätzlich. Aber Ihr Hörakustiker ermittelt mit Ihnen zusammen Ihren individuellen Bedarf und findet genau das richtige Hörgerät für Sie. Und vergessen Sie nicht die Zuzahlung der Krankenkassen.

Hörgeräte werden zu wenig getragen

Nun hat man sich durchgerungen, hat Hörtest und Hörprofil gemacht und ein Hörgerät zuhause. Aber viele tragen es nur, wenn es gar nicht anders geht, z.B. im Konzert oder in Besprechungen. Die Eitelkeit, die Bequemlichkeit, aber auch die Angst vor Verlust des wertvollen Geräts können dabei eine Rolle spielen. Leider ist das ganz falsch. Denn Gehör und vor allem Gehirn müssen das Hören erst neu lernen. Der Hörnerv liefert ja nun wieder Frequenzen mit, die lange nicht da waren.
Renate Welter vom Deutschen Schwerhörigenbund rät:
“Wenn ich so lange nicht gehört habe, dann muss ich mich ganz langsam mit viel Geduld und Zeit wieder vortasten. Aber das könnte ja vermieden werden, wenn man nicht erst abwartet, bis man schon einen hochgradigen Hörschaden hat, sondern wenn man sich rechtzeitig ein Hörgerät anpassen lassen würde. Also dann, wenn man zur Not auch noch ohne Hörgerät auskommen würde.”3

Damit Gehör und Gehirn also nicht weiter vom normalen Hören entwöhnt werden, damit der Hörnerv nicht weiter verkümmert, müssen die Hörgeräte viel getragen werden. Auch aus medizinischen Gründen gilt deshalb: Keine Angst vor Hörgeräten!

Und übrigens: Bei Verlust schützt Sie ein Schutzbrief und stellt Ersatzgeräte sicher. Fragen Sie Ihre GRONDE Hörakustiker*Innen.

Hörgeräte bringen Lebensqualität zurück

Moderne Hörsysteme sind kleine Alleskönner. Nicht nur, dass sich rechtes und linkes Hörgerät selbstständig perfekt synchronisieren – das beidseitige Hören ist z.B. für die Orientierung und die Abschätzung von Entfernungen „lebenswichtig“. Sie können außerdem wichtige (die Freundin gegenüber) und unwichtige Signale (die Hintergrundgeräusche im Café) identifizieren, sich entsprechend ausrichten und fokussieren. Gesellige Runden und Kneipenbesuche sind wieder möglich. Viele Hörgeräte lassen sich bequem über Fernbedienung oder Smartphone bedienen, oder brauchen dank Akku keine Batterien mehr. Sie lassen sich mit Telefon, Fernseher oder sogar der Türklingel koppeln und bieten in Kino, Theater oder Konzert Kultur-Genuss wie früher. Es gibt absolut keinen Grund, sich für den natürlichen Hörverlust, der uns früher oder später fast alle treffen wird, zu schämen. Clever ist, wer sein Gehör regelmäßig testen lässt und schon bei beginnender Hörminderung mit dem geeigneten Hörgerät gegensteuert. Er oder Sie wird länger besser hören und spart noch Geld, denn bei leichtem Hörverlust hilft vielleicht schon ein günstiges Basismodell.
Und es ist auch kein Wunder, dass Menschen, die ihre Hörgeräte viel tragen, mit ihrem Hörerlebnis wesentlich zufriedener sind als Gelegenheitsträger. Die Viel-Träger trainieren ihr auditives System ja ständig. Sie melden signifikant positiv Effekte auf Ihr Leben, auf Gespräche, Aktivitäten in Gesellschaft und auf das eigene Sicherheitsgefühl. Hören wird wieder anstrengungslos, Körper und Geist leben entspannter und das wirkt sich natürlich auf das ganze Umfeld aus.
97% der Hörgeräte-Träger sagen, dass ihre Lebensqualität durch die Hörgeräte zugenommen hat.
Worauf warten Sie? Es gibt keinen Grund für diese diffuse Angst vor Hörgeräten.

Trauen Sie sich – es ist eine großartige Erfahrung.

1https://www.ehima.com/wp-content/uploads/2018/06/EuroTrak_2018_GERMANY.pdf

2https://www.meinhoergeraet.de/de/news/anzahl-schwerhoerige-in-deutschland-2017/1225

3https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schwerhoerigkeit-unbedingt-untersuchen-lassen,hoergeraete130.html

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir nach Ihrer Zustimmung Cookies und Google Analytics. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.